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Nick & Nora - Spirituosen: Gin & Tonic mit Stil

Versteckt in der Nähe des Gutenbergplatzes liegt "Nick & Nora - Spirituosen", dort bietet Sven Brunner eine Auswahl an alkoholischen Feinheiten. Er legt großen Wert auf gute Beratung, wie er uns im Interview verraten hat.

Karlszeit: Wie bist du auf die Idee gekommen den Laden in Karlsruhe zu eröffnen?

Sven Brunner: Die Idee kam eigentlich, weil ich irgendwas machen wollte in Richtung Bar, aber nicht wirklich eine Bar. Dann ergab sich, dass der Laden hier frei wurde und wir haben überlegt, was man machen kann - da kam die Idee mit dem Spirituosen-Laden. Einfach weil es das nicht bisher in dieser Form noch nicht gibt. Es gibt oft einen Tabakladen, der Whisky verkauft oder einen Weinladen, der Gin und sonstige Trendsachen verkauft.

War diese Idee eine logische Schlussfolgerung aus deinem normalen Job oder arbeitest du etwas ganz anderes?

Vier Tage die Woche arbeite ich als Projektmanager für Softwareentwicklung, ich habe hier in Karlsruhe Informatik studiert und mache Nick & Nora selber nur Freitags und Samstags.

Wie kam der Name “Nick & Nora” zustande?

Meistens werde ich gefragt ich der Nick bin, oder ob meine Kinder so heißen. Der eigentliche Hintergrund ist, dass Nick und Nora die beiden Hauptfiguren aus dem Film “Der dünne Mann” von 1934 sind. Der Film spielt ein Jahr nach der Prohibition in den USA, es darf wieder Alkohol getrunken werden und es wird dementsprechend viel Alkohol getrunken.
Es ist aber immer mit Stil, also nicht einfach ein Bier runter, sondern es werden immer Cocktails gemacht, die immer in einem schönen Glas zubereitet sind und das ist das was ich hier auch verkaufen möchte.

Wie kam dein Geschäft hier in Karlsruhe an?

Es kam super an! Ich habe am ersten Tag einfach aufgemacht, ohne jemanden etwas zu sagen, auch engsten Freunden nicht. Dann kamen erstmal die ganzen Nachbarn, die schon lange gesehen haben, das hier etwas entsteht. Es ist auch heute noch so, dass Leute kommen, die jemanden kennen der hier wohnt oder sonst einfach davon gehört haben. Ich mache außer Facebook keine Werbung, merke aber trotzdem, dass die Verkaufszahlen nach oben gehen. Es gibt viele Leute die immer wieder kommen, aber auch ganz Neue, die einfach davon gehört haben.

Es macht eben ein Unterschied ob man die Sachen aus einem weißen Industrieregal kauft oder dabei ein Einkaufserlebnis hat und beraten wird. Auch wenn man im Internet kauft, kommt ein paar Tage später nur ein unpersönliches Paket.

Genau, beim Thema Internet, wie kann aus deiner Sicht heutzutage noch stationärer Handel überleben?

Ich glaube der Grund, warum es bei mir funktioniert ist, dass es etwas außergewöhnliches ist - etwas besonderes! Ich versuche den Kunden einen gewissen Mehrwert zu bieten, damit es auch Spaß macht einzukaufen. Außerdem bieten wir die Möglichkeit die Sachen anzufassen und auch zu probieren. Das kann das Internet eben nicht.

Wie kam das Konzept hier für deine außergewöhnliche Ladeneinrichtung zustande?

Alles was hier fest verbaut ist war schon vorher von dem Goldschmied da. Ich wollte das einfach passend ergänzen. Auf Plastik und auf Kunststoff wird hier ganz verzichtet. Hier ist alles aus Metall, Holz und Glas.

Gibt es hier bei deinen Produkten Favoriten von dir?

Klar, gibt es ein paar Lieblingsprodukte, aber man muss auch dazu sagen, dass manche davon eben nicht so massentauglich sind. Es gibt einen Rum, den ich mag, davon habe ich vielleicht zwei Flaschen verkauft - wenn es hochkommt.

Es gab in den letzten Jahren durchaus einen Boom auf dem Gin-Markt. Glaubst du das legt sich wieder oder geht es so weiter?

Also speziell bei Gin glaube ich, dass es weiter wächst. Ich glaube in der breiten Masse ist der Gin immer noch am ankommen. Es gibt noch immer viele, die einfach die Flasche 'mit dem Affen drauf' kaufen wollen. Was ich an dem Gin-Boom derzeit gut finde ist, dass viele Menschen dadurch nicht einfach Alkohol trinken damit sie Alkohol trinken, sondern sie beschäftigen sich damit. Sie interessieren sich für die Zutaten, die Mischungen, den Geschmack. Klar am Ende haben sie auch 4 Gin Tonic und sind betrunken, aber “mit mehr Sinn”.

Mehr über Nick & Nora - Spirituosen gibt es auf nicknora.de, auf Facebook und Twitter, sowie natürlich "Offline" in der Körnerstr. 26 (Ecke Goethestraße) immer Freitags von 16-20 Uhr und Samstags 10-16 Uhr.

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Daniel Freytag

Gründer von karlszeit, Filmemacher, Blogger, Designer, Reisefan. Nicht zwingend in der Reihenfolge…